60 Ideas for Europe

Ein Europäischer Verhaltenskodex sollte die Normen festlegen, nach denen sich der Sprachengebrauch der EU-Institutionen bei der Kommunikation mit den Unionsbürgern zu richten hat. Die Normen sollten ein Höchstmaß an kommunikativer Effizienz gewährleisten, demokratischen Grundregeln entsprechen und der sprachlichen Vielfalt Europas so weit wie möglich gerecht werden.

Solange aus praktischen oder auch aus Kostengründen nicht jede Mitteilung an die europäische Öffentlichkeit in allen Amtsprachen der Union veröffentlicht werden kann, muss zumindest die Wahl der Sprachen auf objektiven und vernünftigen Kriterien beruhen. Ein sinnvolles Auswahlkriterium ist das Verständigungspotential, das eine Sprache in der EU aufweist. Dieses ergibt sich aus der Anzahl ihrer Muttersprachler und ihrer Verbreitung als Fremdsprache. Damit bei einer eingeschränkten Zahl von Sprachen jeweils möglichst viele Unionsbürger sprachlich erreicht werden, müssten die Sprachen somit in der Reihenfolge ihrer Verständigungspotentiale ausgewählt werden. Für die ersten sechs Amtssprachen in der gegenwärtigen EU gilt hierfür die Reihenfolge Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch (siehe z. B. das „Eurobarometer Spezial 243“ der EU-Kommission). Die häufig beobachtete ausschließliche Verwendung von Englisch und Französisch bei gleichzeitiger Vernachlässigung von Deutsch, der sich leider auch die „Europäische Bewegung“ befleißigt, kann somit einem bürgernahen Europa nicht förderlich sein.

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Comments

  1. Wir brauchen eine gemeinsame neutrale Sprache wie Esperanto. Sonst funkzioniert der sprachlicher Vielfalt Europas nicht demokratisch in internationaler Kommunikation.

  2. Völlig einverstanden! Ich bin auch der Ansicht, dass eine neutrale Sprache wie Esperanto die beste Lösung für das Sprachenproblem der EU-Institutionen wäre. Nur glaube ich, dass diese Lösung auf absehbare Zeit – leider – keine Aussicht auf Verwirklichung hat. Sie findet zumindest gegenwärtig weder in der breiten Bevölkerung, noch auf den höheren nationalen und internationalen Entscheidungsebenen die nötige Resonanz. Solange jedoch diese „beste“ Lösung nicht zu erreichen ist und weiter mit einer „zweitbesten“ Lösung (Verwendung einer begrenzten Zahl von Sprachen) gearbeitet wird, müssen doch wenigstens für die Auswahl der Sprachen vernünftige und objektive Maßstäbe eingeführt werden. Es kann doch nicht angehen, dass die Sprache der größten Sprachgemeinschaft der Europäischen Union bei der Kommunikation der EU-Einrichtungen mit den Unionsbürgern so gut wie nicht zur Geltung kommt.

  3. Jeder soll sich in seiner Sprache äußern können. Es ist aber auch wichtig, dass Sprache tatsächlich genutzt wird. Ich glaube, dass eine Denzentralisierung und Virtualisierung der EU-Institutionen die notwendigen Vorraussetzungen für Mehrsprachigkeit schaffen kann.

  4. Zur Europawahl will Europa-Demokratie-Esperanto e.V antreten. Die Unterstüzungsunterschriften sind willkommen. Jeder Europäer sollte ein Interesse an der Sprachlichen Vielfalt haben. Auch die Verständigung untereinander ist überlebenswichtig. Da kann – schon rein rational gesehen – nur Esperanto weiterhelfen.
    http://www.e-d-e.eu

  5. Ich hätte von Steffen und Börje Eriksson gerne gewusst, welche Sprachenlösung sie vorschlagen, falls sich Esperanto nicht durchsetzen kann. Soll dann die augenblickliche Sprachenpraxis in den EU-Institutionen beibehalten werden?

  6. Ich habe lange darüber nachgedacht und finde keine andere Lösung als Esperanto. Diese Sprache ist in sich geeignet für die weltweite Kommunikation und entstand ja auch aus diesem Grund. Es gibt bereits eine über hundertjährige praktische Erfahrung auf allen Gebieten.
    Die augenblickliche Sprachenpraxis in der EU wird zwangsläufig zur Unterdrückung der Minderheitensprachen führen. So wurden z.B. bei Stellenausschreibungen nur englische Muttersprachler gesucht.
    E-D-E spricht sich eben für die Sprachenvielfalt aus. Bessere Lösungen als die Nutzung einer bewährten neutralen Zweitsprache gibts nicht.

  7. Die augenblickliche Sprachenpraxis in den EU-Institutionen ist frei von Kreativität, Idealismus, Soziales und konstruktives Denken. Vielleicht sollte man diesen Fächern mehr studieren um zu sehen dass die beste Lösung für internationaler Kommunikation heisst Esperanto.

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